• Dr. med. Inken Kunze

Aufklärung über konservative Therapie als echte Behandlungsalternative

Der BGH hat im Rahmen des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens (Beschluss vom 27.10.2015 - VI ZR 355/14) gerügt, dass auf den Vortrag der Klägerin, die konservative (Weiter-)Behandlung des bei ihr vorliegenden Hallux valgus sei möglich gewesen, kein Sachverständigengutachten eingeholt worden war. Nach den Ausführungen des BGH-Senats komme es nicht darauf an, wie wahrscheinlich das von der Klägerin beantragte Sachverständigengutachten tatsächlich zu dem von ihr gewünschten Ergebnis führe; es erschiene jedenfalls nicht als ausgeschlossen, dass es zu einem haftungsbegründenden Aufklärungsfehler des Beklagten gekommen ist, wenn nämlich die konservative Behandlung im Falle der Klägerin doch eine echte Alternative gewesen wäre. Darüber hinaus reiche es im Falle einer echten Behandlungsalternative nicht aus, dass dem Patienten die konservative Therapie nur erörtert werde, wenn sie nicht auch als tatsächliche Behandlungsmöglichkeit dargestellt werde. Nicht ausreichend sei die Mitteilung, dass die konservative Behandlung zwar grundsätzlich möglich sei, im speziellen Falle jedoch nicht mehr in Betracht käme. Dem Arzt bleibe es lediglich unbenommen mitzuteilen, welche Alternative aus seiner Sicht vorzugswürdig sei.

NEWS ARCHIV

Ich willige in die Verarbeitung meiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung ein.

Wenn Sie den auf der Webseite angebotenen Newsletter beziehen möchten, benötigen wir von Ihnen eine E-Mail-Adresse. Diese Daten verwenden wir ausschließlich für den Versand der angeforderten Informationen und Angebote.

Als Newsletter Software wird Newsletter2Go verwendet. Ihre Daten werden dabei an die Newsletter2Go GmbH übermittelt. Newsletter2Go ist es dabei untersagt, Ihre Daten zu verkaufen und für andere Zwecke als für den Versand von Newslettern zu nutzen. Newsletter2Go ist ein deutscher, zertifizierter Anbieter, welcher nach den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung und des Bundesdatenschutzgesetzes ausgewählt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.newsletter2go.de/informationen-newsletter-empfaenger/

Die erteilte Einwilligung zur Speicherung der Daten, der E-Mail-Adresse sowie deren Nutzung zum Versand des Newsletters können Sie jederzeit widerrufen, etwa über den "Abmelden"-Link im Newsletter.

Die datenschutzrechtlichen Maßnahmen unterliegen stets technischen Erneuerungen. Aus diesem Grund bitten wir Sie, sich  in regelmäßigen Abständen durch Einsichtnahme in unsere Datenschutzerklärung zu informieren.